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von Benjamin Hupf

Die spinnen, die Werber!

Ja! Unbedingt! Wer nicht mal daneben haut, verquer denkt und latent abwegiges Zeug redet, der kommt doch am Ende nur da raus, wo irgendjemand schon mal war. Und da will doch eigentlich niemand mehr hin.

Neulich sah ich zufällig einen Spot aus den 50er Jahren, in dem Inge Meysel für (die ersten) Tampons warb. Das war so absurd, dass es aus heutiger Sicht schon wieder Kult wäre. Werbung kann zum Lachen bringen, ein schlechtes Gewissen machen, Tränen laufen lassen – dann ist sie gut, denn sie hat Emotionen erzeugt. Ein Anspruch, der in unserer modernen, digitalen Welt immer schwieriger zu erreichen ist, weil wir zugeballert werden mit gifs und tiffs, News und Notes. Auf der anderen Seite gibt es keine andere Chance, als sich durch außergewöhnliche Kreativität mit Werbung abzuheben. Die Idee ist alles. Sie macht Werbung einzigartig, außergewöhnlich.

Aber Achtung! Ein Spot darf nicht allein wegen seiner Story und seiner Originalität in Erinnerung bleiben, sondern vor allem auch im Zusammenhang mit dem Produkt, das er bewirbt. Manchmal geht das schief. Kreative Werbung ist wichtig und richtig, wenn sie ihr Ziel erreicht. Und nicht darüber hinausschießt.



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